Ausgrabungen und Entdeckungen in der römischen Stadt Teurnia

um 1520
Der bayerische Geschichtsforscher Johannes Aventin wendet sich gegen die Gleichsetzung Regensburg = Teurnia. Er vermutet Teurnia in Kärnten.

1534
Petrus Apianus und Bartolomäus Amantius verzeichnen Inschriften aus Oberkärnten.

1551
Wolfgang Lazius benützt Inschriften aus St. Peter in Holz als historische Quelle.

1683 ­ 1766
Jesuitenpater Markus Hansiz identifiziert die Ruinen von St. Peter in Holz mit der römischen Stadt Teurnia.

1770 ­ 1798
Josef Hilarius Eckhel legt ein Verzeichnis der Funde aus Teurnia für die genannten Jahre an.

1825
Fund einer Reliefplatte mit Tierkämpfern.

1845
"Gesellschaft von Geschichts- und Alterthums-Freunden" mit Fürst Alfons Serafin von Porcia führt Grabungen in St. Peter in Holz durch. Entdeckung keltischer Waffen (Schildbuckel). Bericht des Gutsverwalters Mentitsch.

1870
Michael Freiherr von Jabornegg-Altenfels nimmt die bekannten Inschriften und Reliefs auf und schreibt über die Stadt Teurnia.

1876 - 1877
Fritz Pichler, Universitätsprofessor in Graz, führt Ausgrabungen durch.

1863 - 1883
Pfarrer Gabriel Lex verzeichnet zahlreiche Funde in der Pfarrchronik.

1908
Beim Wasserleitungsbau wird die frühchristliche Friedhofskirche entdeckt.

1910 - 1915
Ausgrabungen durch Rudolf Egger. Freilegung der Friedhofskirche, des Forums (Marktplatzes) und einer öffentlichen Badeanlage. Weiters wurden Wohngebäude und Abschnitte der Stadtmauer untersucht.

1913
Errichtung eines Museums über der Vorhalle der frühchristlichen Friedhofskirche und eines Schutzbaues über dem Mosaikboden durch das Bundesdenkmalamt.

1960
Neuer Schutzbau wird über dem Mosaikboden und ein neues Museum neben der frühchristlichen Friedhofskirche errichtet.

1970
Gründung des "Vereines Freunde von Teurnia" durch Hans Hatz, Helmut Prasch, Franz Hössl und Konrad Pucher zur Aufnahme der Ausgrabungen in Teurnia in Verbindung mit dem Landesmuseum für Kärnten.

1971 - 1974
G. Piccottini leitet die Ausgrabungen an der Ostseite des Holzer Berges.

Seit 1975
Franz Glaser leitet seither die Ausgrabungen.

Bis 1978
Archäologische Untersuchungen im Bereich der beiden ostseitigen Wohnterrassen und des spätantiken Gräberfeldes in den Ruinen der Wohnbauten.

1978 - 1984
Ausgrabung und Konservierung einer spätantiken Stadtvilla. Grabungen im Bereich der Tempelterrasse (Grannus Apollon-Inschrift).

1984
Entdeckung der frühchristlichen Bischofskirche durch Franz Glaser entgegen der bisherigen historischen Auffassung.

1986
Gründung des Vereines "Kuratorium pro Teurnia".

1985 - 1990
Ausgrabung der frühchristlichen Bischofskirche und des Hospitiums mit Unterstützung des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.

1991 - 1992
Ausgrabung und Konservierung am Westtor der Stadtmauer.

1998
Schutzbau über der frühchristlichen Bischofskirche wird der Öffentlichkeit übergeben.

1993 - 2000
Ausgrabungen im spätantiken Gräberfeld westlich der frühchristlichen Friedhofskirche. Archäologische Untersuchungen in der frühchristlichen Friedhofskirche.

2001
Römermuseum Teurnia. Fertigstellung des Erdgeschosses.