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| Virunum
/ Zollfeld 2005
AMPHITHEATER
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Gemeinnütziges
Beschäftigungsprojekt mit:



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1. DIE ANTIKE STADT VIRUNUM
2. DAS AMPHITHEATER VON VIRUNUM
3. DAS SOZIAL- KULTURPROJEKT VIRUNUM/ZOLLFELD
4. ANFAHRTSPLAN UND WEGBESCHREIBUNG
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1. DIE ANTIKE STADT VIRUNUM |
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Das antike Virunum
wurde als planmäßig angelegte Stadt auf dem Zollfeld
zur Regierungszeit des Kaisers Claudius um die Mitte des 1. Jahrhunderts
n. Chr. in Nachfolge der Siedlung auf dem Magdalensberg gegründet.
Virunum war Hauptstadt der römischen Provinz Norikum und
verwaltete ein Territorium im Ausmaß von einem Drittel des
heutigen österreichischen Staatsgebietes. In der Blütezeit
des 2. und 3. Jahrhunderts bildete die Stadt das wirtschaftliche
und kulturelle Zentrum des Südostalpenraumes. Die Siedlung
wurde in der Völkerwanderungszeit im 6. Jahrhundert aufgegeben.
Der Stadtplan von Virunum ist durch archäologische Grabungen
und Luftbildaufnahmen rekonstruierbar und zeigt ein rechtwinkeliges
Straßensystem mit regelmäßigen Wohnhausanlagen
(Insulae), ein zentrales Forum mit Kapitolstempel sowie weitere
öffentliche Bauten wie das Bühnen- und Amphitheater.
Bis heute weitgehend unverbaut, stellt das antike Stadtgebiet
von Virunum eine bedeutende Quelle zur Geschichte des Landes Kärnten
dar, die es noch in vielfältiger Hinsicht zu erschließen
gilt. |
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2. DAS AMPHITHEATER VON VIRUNUM |
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Lage:
Marktgemeinde Maria Saal, KG St. Michael im Zollfeld, VB Klagenfurt-Land.
Im östlichen Teil der ehemaligen norischen Provinzhauptstadt
Virunum auf halber Höhe eines Hanges über dem antiken
Stadtzentrum auf einer künstlich geschaffenen Terrasse errichtet.
Forschungsgeschichte: bereits 1935 durch Franz
Jantsch oberflächlich im Gelände identifiziert. Freilegung
in den Grabungskampagnen der Jahre 1998–2001 durch die Archäologieland
Kärnten GmbH unter der Patronanz des Landesmuseums Kärnten
(Univ.-Prof. Dr. G. Piccottini mit örtlicher Grabungsleitung
von Dr. Renate Jernej).
Größe und Form: 108,1 x 46,5 m. Innenfläche
der Arena: 93,7 x 32 m. Langovale Form, die von den üblichen
ellipsoiden Grundrissen der römischen Amphitheater abweicht,
Nord-Süd-orientiert.
Aufbau der Anlage: Um den zentralen Kampfplatz
der Arena laufen zwei parallele Mauerringe in einem Abstand von
4,5–5,5 m, die bis zu einer Höhe von 4 m erhalten sind.
Dazwischen befinden sich in regelmäßigen Abständen
von 2,4–2,7 m angelegte Radialmauern, die als Auflager für
hölzerne Tribüneneinbauten dienten. Die ansteigenden
Zuschauerränge waren in Ständerbauweise eingefügt
und boten Platz für ca.
3–4000 Menschen. Dieser Zuschauerraum, die Cavea, konnte
über mehrere Zugänge betreten werden. Jeweils an den
Schmalseiten im Norden und Süden befanden sich die Eingangstore.
Im Ostscheitel befand sich das der Schicksalsgöttin Nemesis
geweihte Nemeseum, das von der Arena aus zugänglich war.
Ein unterirdischer Zugang führte unter der westlichen Cavea
hindurch in die Arenamitte. Ein unterirdisches Kanalsystem sorgte
für die Entwässerung der Arena. Im Bereich des Nordtores
wurde eine römische Quellfassung mit Holzrohrleitungen freigelegt.
Die antike Nutzung: als Veranstaltungsort für
die im Römischen Reich sehr beliebten Gladiatorenkämpfe
und Tierhetzen.
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Luftbildaufnahme
Amphitheater vor Projektbeginn |
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| Luftbildaufnahme
Amphitheater 2004 |
Datierung:
in späthadrianische Zeit, 131 n. Chr. errichtet. Die Nutzung
ist anhand der Münzfunde bis ins frühe 4. Jh. n. Chr.
gesichert.
Bauperioden: Eine Renovierung des Amphitheaters
ist durch eine Bauinschrift des Sextus Sabineius Maximus für
die Zeit des Kaisers Commodus (183–192) belegt. Mehrere
Bauphasen. In der Arena Aufschüttung von bis zu einem Meter.
Restaurierungen unter Septimius Severus und Maximinus Thrax sind
durch Bauinschriften bezeugt.
Fundmaterial: Münzen, Fibeln, Keramik,
Fragmente einer Gewandstatue, Bronzefiguren, Reliefs mit Nemesisdarstellungen
und zahlreiche Bauinschriften.
Das in der Gemeinde Maria Saal liegende Amphitheater von Virunum
wurde im östlichen Teil der ehemaligen Hauptstadt der römischen
Provinz Noricum auf halber Höhe eines Hanges über dem
antiken Stadtzentrum auf einer künstlich angeschütteten
Terrasse errichtet.
Die Freilegung der schon im Jahre 1935 durch Dr. Franz Jantsch
im Gelände identifizierten Anlage erfolgte erst in den Grabungskampagnen
1998–2001 durch die Archäologieland Kärnten GmbH
unter der Patronanz des Landesmuseums Kärnten (Univ.-Prof.
Dr. G. Piccottini).
Die Nord-Süd-orientierte Anlage ist 108,1 m lang und 46,5
m breit und hat eine langovale Form, die von den üblichen
ellipsoiden Grundrissen der römischen Amphitheater abweicht.
Um den zentralen Kampfplatz der Arena laufen zwei parallele Mauerringe
in einem Abstand von 4,5–5,5 m, die teils bis zu einer Höhe
von 4 m erhalten sind. Dazwischen befinden sich in regelmäßigen
Abständen von durchschnittlich 2,5 m angelegte Quer- bzw.
Radialmauern, die als Auflager für hölzerne Zuschauertribünen
dienten. Die ansteigenden Zuschauerränge waren auf Holzständern
eingefügt und boten Platz für ca. 3–4000 Besucher.
Der Zuschauerraum, die Cavea, konnte über mehrere seitliche
Zugänge betreten werden. Jeweils an den Schmalseiten im Norden
und Süden befanden sich große Eingangstore. Ein unterirdischer
Zugang führte unter der westlichen Cavea hindurch in die
Mitte der Arena und diente dem spektakulären Auftritt der
Gladiatoren. Im Ostscheitel des Amphitheaters befand sich ein
der Schicksalsgöttin Nemesis geweihtes Heiligtum, ein Nemeseum,
das von der Arena aus zugänglich war. In seinem Bereich fanden
sich kultisch deponierte Weihealtäre und Reliefplatten mit
Darstellungen der Göttin. Ein Kanalsystem in der nördlichen
Arena und ein Ringkanal unter dem nordöstlichen Zuschauerraum
dienten der Entwässerung. Im Bereich des Nordtores konnte
bei den Ausgrabungen eine römische Quellfassung mit Holzrohrleitungen
aus der Zeit vor dem Bau des Amphitheaters freigelegt werden.
Das Amphitheater wurde in späthadrianischer Zeit errichtet
und diente als Veranstaltungsort für die im Römischen
Reich sehr beliebten Gladiatorenkämpfe und Tierhetzen. Insgesamt
lassen sich vier Bauphasen unterscheiden, in deren Verlauf das
Nordtor ungestaltet sowie die Arena bis zu einem Meter aufgeschüttet
wurde. Eine Bauinschrift des Sextus Sabineius Maximus bezeugt
eine Renovierung für die Zeit des Kaisers Commodus (180–192
n. Chr.). Nach einem Großbrand wurde die Anlage erneut unter
Septimius Severus restauriert. Noch in der 2. Hälfte des
3. Jahr-hunderts n. Chr. erfolgten letzte Umbauten. Die Nutzung
des Amphitheaters ist anhand der Münzfunde bis ins frühe
4. Jahrhundert n. Chr. gesichert.
Die in der letztn Grabungskampagne 2001 begonnenen Sanierungsarbeiten
im Amphitheater Virunum werden seit 2004 vom Landesmuseum Kärnten
im Rahmen des Gemeinnützigen Beschäftigungsprojektes
Virunum/Zollfeld fortgesetzt. Nach einer umfassenden Restaurierung
soll die Anlage der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
und als kulturelle und sportliche Veranstaltungsstätte genutzt
werden. Erste Events werden bereits im Herbst 2005 abgehalten
– siehe Pkt. 5. Viruniade 2005 Friedensspiele der Alpen-Adria-Jugend
im antiken Virunum - Die erste Veranstaltung seit 1700 Jahren
im Amphitheater Virunum.
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3. DAS SOZIAL- KULTURPROJEKT VIRUNUM/ZOLLFELD |
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Die Konservierungsarbeiten
am Amphitheater von Virunum sind Teil des gemeinnützigen
Beschäftigungsprojektes „Virunum/Zollfeld“. Das
AMS Kärnten, das Land Kärnten und das Landesmuseum Kärnten
unterstützen so die Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen
in den primären Arbeitsmarkt. Für die Restaurierung
und touristische Erschließung werden vor allem am Arbeitsmarkt
besonders benachteiligte Personen mittels befristeter Dienstverhältnisse
als sog. Transitarbeitskräfte beschäftigt und dadurch
in die Arbeitswelt zurückgeführt bzw. in regelmäßige
Arbeitsabläufe eingebunden, um ihre Chancen für den
Wiedereinstieg zu erhöhen. Bis zu 50 Personen wurden insgesamt
durch das AMS bei diesem Sozial- und Kulturprojekt beschäftigt.
Durch unterstützende Hilfestellung bei der Jobsuche konnte
ein beträchtlicher Anteil der 2004 im Projekt Beschäftigten
in den Arbeitsmarkt weitervermittelt werden.
Projektbeginn: 24. Mai 2004 / 25. April 2005
Projektträger: Landesmuseum Kärnten;
Abteilung für Provinzialrömische Archäologie und
Feldforschung
Projektleitung: Univ.-Doz. Dr. Heimo Dolenz
Tel. 04224/2255 oder 0664/8053630553, heimo.dolenz@landesmuseum-ktn.at
örtliche Grabungsleitung: MMag. Regina
Barlovits Tel. 0664/6202793
Projektpartner:
Land Kärnten – Abt. 6 Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik
und Abt. 5 Kultur
Arbeitsmarktservice Kärnten
Landesmuseum Kärnten
Finanzierung: durch ein GBP (Gemeinnütziges
Beschäftigungsprojekt) des AMS (Landesstelle Kärnten;
Mag. Sibitz), des Landes Kärnten Abteilung 6 (Bildungs- und
Arbeitsmarktpolitik; Mag. Zeppek) und des Landesmuseums Kärnten
(Dr. Leitner).
Finanzvolumen 2004: Lohn- und Sachkostenaufwand
gesamt: € 440.000,-
Finanzvolumen 2005:
AMS (Landesstelle Kärnten) € 350.000,- Lohnkosten
Land Kärnten Abteilung 6 (Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik)
€ 61.160,- Lohnkosten
Land Kärnten Sonderbedarfszuweisung € 72.672,- Lohn-
und Sachkosten
Sponsorleistungen KELAG € 4.000,-
Sponsorleistungen Stadt Klagenfurt € 7.500,-
Lohn- und Sachkostenaufwand gesamt ca. € 495.000,-
Projektziele:
1. Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen in den primären
Arbeitsmarkt
2. Ausgrabungs-, Konservierungs- und Instandhaltungsarbeiten im
Amphitheater
3. öffentliche und touristische Erschließung als archäologischer
Erlebnispark und kulturelle Eventstätte |
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3.1. PROJEKTVERLAUF
2004
Ausgangssituation Mai 2004
Die bei Projektbeginn vorgefundene Situation im Amphitheater von
Virunum wurde bei Begehungen fotografisch festgehalten. Dabei
erschwerte der meterhohe Wildwuchs den Zugang. Die aufgehenden
Mauern des Amphitheaters waren nach Abschluss der Grabungs- und
ersten Konservierungsarbeiten 2001 größtenteils mit
Bautextilien und Kunststoffplanen abgedeckt worden. Nach deren
Abnahme wurden die großflächigen Schäden an den
antiken Mauern fotografisch dokumentiert. Die Mauern an der Ostseite
des Amphitheaters zeigten sich durch die anstehende Feuchtigkeit
gegen den Hang hin in den unteren Bereichen stark ausgebrochen
und teils eingestürzt. Durch den Hangdruck hatte sich die
innere Mauer schräg zur Arena hin geneigt. Zudem führten
Anschwemmungen im südlichen Teil des Amphitheaters sowie
die Staunässe unter den Vliesen zum teils katastrophalen
Erhaltungszustand des antiken Mauerwerks. Im Zuge der statischen
Fachbegutachtung wurde für den Großteil des Mauerbestandes
ein akuter Sanierungsbedarf konstatiert.
Projektarbeiten 2004
Mit grundlegenden logistischen Arbeiten, wie umfangreichen Rodungen
im Amphitheater und im umliegenden Gelände, der Erneuerung
der Umzäunung des 14.760 m² großen Areals sowie
der Neuschotterung und Drainagierung des 200 m langen Zugangsweges,
mussten folglich Maßnahmen zur Erschließung des Amphitheaters
getroffen werden.
Den baulichen Sanierungsmaßnahmen lag eine kollegiale Begehung
der Arena im
Juli 2004 durch Vertreter des Bundesdenkmalamtes und des Landesmuseums
zugrunde. Mit der Wiedererrichtung der inneren und äußeren
Mauer und der Radialmauern des nordöstlichen Zuschauerbereiches
sowie des Sockels und des Mauerhauptes im Bereich des Nordtors
konnte die für 2004 geplante Sanierung des nördlichen
bzw. nordöstlichen Teiles des Amphitheaters umgesetzt werden
(Restaurierungsabschnitt I). Zudem sind durch Teilsanierungen
sowie vorbereitende Arbeiten für den Wiederaufbau der Mauern
die Konservierungsmaßnahmen bis in den östlichen Zuschauerraum
ausgeweitet worden.
Die Freilegung eines Teiles des antiken Kanalsystems in der nördlichen
Arena erfolgte im Zuge der Anlage moderner Entwässerungskanäle,
die das Problem des anstehenden Quell- und Hangwassers für
das nördliche Amphitheater lösen und so den Mauersanierungen
eine solide Basis bieten. Für die Drainagen wurden die antiken
Kanäle wieder verwendet. Der bei den Grabungen 2000 angeschnittene
Kanal 2 ist dabei auf seiner gesamten Länge untersucht worden.
Zudem gelang mit der Ableitung des Wassers aus drei im Nordtor
liegenden Quellen die Trockenlegung dieses Bereichs.
Nach dem Abschluss der Sanierungen 2004 wurden auf die Kronen
der nicht restaurierten Mauern zur Einwinterung Planen aufgezogen,
wobei die Unterlegung mit Holzpflöcken eine ausreichende
Unterlüftung gewährleistete.
Neben den Restaurierungen wurden eine Kontrolle und Bestandsaufnahme
der in den Vorjahren mehrmals verfrachteten Amphitheater-Funde
1998–2001 sowie eine Notgrabung auf dem Zollfeld (Baulos
Fleissner, Parz. 105, KG und OG Maria Saal), die in einer gesonderten
Publikation vorgestellt werden soll, durchgeführt. Die Notgrabung
brachte neben der vollständigsten Schichtenfolge der Römerzeit
in Österreich auch die erste römische Walkerei in Noricum
zutage.
Eine genaue Berichtslegung über das Sozial- und Kulturprojekt
„Virunum/Zollfeld 2004“ erfolgt im „Rudolfinum
2004“ Jahrbuch des Landesmuseums Kärnten (in Druck).
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| Weg zum Amphitheater
vor der Rodung |
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| Rodungsarbeiten - Weg
zum Amphitheater |
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| Restaurierungsbeginn |
3.2. PROJEKTVORHABEN
2005
· Restaurierung der völlig verstürzten Mauern
des östlichen Zuschauerbereiches des Amphitheaters
· Konservierung des Nemesisheiligtums
· Drainagierungen an der Ostseite des Amphitheaters sowie
im östlichen Zuschauerraum
· Entwässerungsmaßnahmen in der Arena unter
Freilegung und Wiederverwendung eines weiteren Teiles des antiken
Kanalsystems
· Herrichtung der Arena für sportliche Veranstaltungen
· Maßnahmen zur Erschließung für eine
öffentliche Nutzung (Beschilderung, Infopavillon)
Erste Veranstaltungen im Amphitheater sind ab Sommer 2005 geplant.
Im Oktober sollen mit der „Viruniade 2005“ Friedensspiele
der Alpen-Adria-Jugend im antiken Virunum abgehalten werden –
siehe Pkt. 5. Viruniade 2005 Friedensspiele der Alpen-Adria-Jugend
im antiken Virunum - Die erste Veranstaltung seit 1700 Jahren
im Amphitheater Virunum.
Das Amphitheater von Virunum ist das einzige aufgehend erhaltene
und sichtbare Bauwerk der antiken Provinzhauptstadt. Die beeindruckende
Anlage lässt sich als Anziehungspunkt sowohl für Touristen
als auch Einheimische nutzen.
3.3. BISHERIGER PROJEKTVERLAUF 2005
Die im Vorjahr begonnenen Sanierungen werden seit 25. April 2005
im Bereich des östlichen Zuschauerraumes in den Restaurierungsabschnitten
II bis IV fortgesetzt. Die 2004 durchgeführten Vorarbeiten
ermöglichten den sofortigen Beginn der Konservierungsmaßnahmen
nach Abnahme der Folienabdeckung 2004.
Die fortgeschrittenen Schäden an der durch den Hangdruck
stark zur Arena geneigten inneren Mauer erfordern eine Gesamtrestaurierung,
bei der die Arenamauer zu großen Teilen bis auf den festen
Mauerkern abgetragen und mit dem aus dem Abbruch gewonnenen Material
in Anlehnung an den Originalbestand (Bruchsteinmauerwerk mit Ausgleichsschichten)
teils bis zu einer Höhe von 2 Metern neu aufgesetzt wird.
Begleitend zu den Maurerarbeiten wird ein Entwässerungsplan
umgesetzt. Eine Ringdrainagierung entlang den Fundamenten der
älteren Bauphase des Nemeseums ist Basis für die Restaurierungsarbeiten
am Heiligtum.
Durch die Verlegung einer Drainage im Ringkanal zwischen den beiden
inneren Mauern der Ostcavea soll dieser wie in der Antike zur
Ableitung des Hang- und Regenwassers aus dem Zuschauerbereich
genutzt werden. Sämtliche Konservierungs- und Drainagierungsmaßnahmen
sowie Baggerarbeiten finden unter begleitender archäologischer
Kontrolle statt.
Mit der Errichtung und Ausstattung eines Infopavillons auf einem
Aussichtspunkt über dem Amphitheater wurde ein attraktiver
Anlaufpunkt für Besucher geschaffen.
Um sukzessive Schäden an den Mauern zu vermeiden, erfolgt
eine laufende Wartung des antiken Mauerbestandes (Bewuchsentfernung)
sowie der bereits 2001 sanierten Bereiche (Fugensanierungen).
Die bisher nicht freigelegten Teile der Anlage bleiben bis auf
weiteres unter der Erde und damit ausreichend konserviert.
Die Größe des Geländes erfordert kontinuierliche
Rodungs- und Mäharbeiten. Die Überschwemmung der südlichen
Arena und die Schäden am Zugangsweg nach einem schweren Unwetter
bedingten Aufräumarbeiten sowie eine neue Drainagierung des
Zugangsweges.
3 .4. AKTUELLER PROJEKTSTAND 2005
Im Rahmen der beiden ersten Projektmonate wurden folgende Maßnahmen
umgesetzt:
· Restaurierung der inneren Arenamauer bis in den mittleren
Bereich des östlichen Zuschauerraumes
· Konservierung des Eingangsbereiches des Nemesisheiligtums
· Freilegung der Fundamente und Drainagierungen im Heiligtum
· Verlegung der Drainage in einem Teil des Ringkanals und
Errichtung eines Sammelschachtes zwischen den beiden inneren Mauern
der Ostcavea
· Erneuerung der Wegdrainagierung
· Errichtung eines Informationspavillons
· Aufstellung einer Projekttafel im Eingangsbereich
4. ANFAHRTSPLAN UND WEGBESCHREIBUNG
Von Klagenfurt kommend auf B317 Richtung St. Veit;
Nach Ratzendorf Richtung Maria Saal links abbiegen;
An der Abzweigung zum Prunnerkreuz vorbei weiter in Richtung Rosendorf;
Kurz vor dem Ortsschild Rosendorf links einfahren (Wegweiser Richtung
Techmannsdorf, Meiselberg);
Nach wenigen Meter links einbiegen.

Anfahrtsplan.pdf
(zum Ausdrucken)
Kontakt:
Besucherservice Archäologischer Park Magdalensberg, 9064
Pischeldorf, Tel. 04224/2255
info.magdalensberg@landesmuseum-ktn.at |
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| Vorhaben-Trockenlegung
des südlichen Zuschauerraums |
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| Notgrabung auf dem Zollfeld
(Baulos Fleissner) |
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| Maurerarbeiten |
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| NW-Cavea nach d. Sanierung
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