 Abbildung 1
|  | Hemmaberg Uralter Siedlungsboden ist das Gebiet um den sagenumwobenen Hemmaberg, der den Funden zufolge bereits seit dem 15. Jahrhundert v. Chr. besiedelt gewesen war. Der Berg trug auch ein Heiligtum der im dritten Jahrhundert v. Chr. in den Kärntner Raum eingewanderten Kelten. Im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. entstanden hier insgesamt fünf, mit kostbaren Mosaikböden ausgestattete Kirchen, ein achteckiges Baptisterium (Taufkapelle) und mehrere Häuser. Der in Mitteleuropa einzigartige frühchristliche Kirchenkomplex, ist auf einer Fläche von ca. 1 Hektar zu besichtigen. Am Fuße des Berges liegt die römische Straßenstadt "Juenna", das heutige Globasnitz, von der das Jauntal seinen Namen erhielt.
Auf den Hemmaberg gelangt man von Globasnitz aus auf 4 km asphaltierter Straße. Auf dem Plateau sind ein Parkplatz sowie eine Umkehrmöglichkeit für Busse vorhanden. Die archäologischen Ausgrabungen erreicht man in 10 Minuten zu Fuß.
Antikenmuseum Neben den wertvollen Mosaiken - große Teile der aus bunten Steinen kunstvoll gestalteten Mosaike konnten aus den Sakralbauten geborgen werden (Abb. 1) - zeigt das am Fuße des Hemmaberges gelegene Antikenmuseum spätantiken Frauenschmuck aus dem Gräbern des östlich von Globasnitz gelegenen Gräberfeldes (bislang ist eine Gesamtzahl von 170 Gräbern bekannt - Abb. 2) und sonstige Funde der Ausgrabungen auf dem Hemmaberg (Abb. 3). Marmorreliefs, Inschriften, Architekturteile und Grabfunde ergänzen das Bild der römischen Antike im Raum von Globasnitz.
Weiterführende Literatur: F. Glaser, Das frühchristl. Pilgerheiligtum auf dem Hemmaberg, 1991 sowie jährliche Berichte des Ausgräbers F. Glaser in den Zeitschriften "Carinthia" und in den "Mitteilungen zur Frühchristlichen Archäologie in Österreich". |